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Der Urlaubsprofi blogt: Sylt – Gute Luft und viel Mee(h)r

Ich war dieser Tage auf der Nordseeinsel Sylt. Was hierzulande als ‚gar nicht so interessant..‘ und ‚überhaupt einen Urlaub wert?‘ gilt, ist für die meisten Deutschen ein Traumurlaubsziel. Zu Recht kann ich nur sagen, auch wenn sich dieses Eiland mit keiner Insel im Mittelmeer vergleichen lässt.

Sylt ist so etwas wie ein Treffpunkt ganz außergewöhnlicher Genießer. Hier arbeiten die wahrscheinlich kreativsten Gastronomen Deutschlands, das merkt man auch schon beim ersten Restaurantbesuch. Auf Sylt gibt es beispielsweise Köche und Köchinnen, mit denen man gleich am Strand Austern schlürft, die einem neben dem Austernöffnen auch beibringen, dass das kein Schickimicki Essen ist, sondern etwas Normales, das man gleich direkt aus der Nordsee erntet und am besten mit Bier schmeckt. Kulinarisches Highlight war für mich aber ein Treffen beim Spitzen-Koch Johannes King, einer der besten seines Faches in Europa, der Hauben-Restaurants nach Jahren satt hat und sich aktuell einen kleinen, feinen Kräutergarten angelegt hat und nur mehr das kocht, was die Natur gerade bietet. Saisonaler geht’s wohl nicht mehr.

Der andere Effekt, den Sylt bietet und den man mit Sicherheit erst nachvollziehen kann, wenn man auf der Insel verweilt, ist die Sylter Luft. Die ist so prickelnd, dass sie auch Champagner-Luft genannt wird. Eine wahre Sauerstoffexplosion in unserem Körper speziell nach einem Radausflug oder einer Wanderung, die sich zuerst als gesunder Hunger äußert und dann im glücklichsten Tiefschlaf im Bett mündet. Es ist irgendwie alles auf dieser Nordseeinsel eine Erholung der anderen Art, aber mit Gewissheit Erholung pur.

Für mich ist Sylt weder eine Insel für einen Badeurlaub noch eine Insel für einen Aktivurlaub und schon gar nicht eine für einen Kultururlaub. Und trotzdem eine der besten Urlaubsinseln, die ich je kennengelernt habe.

Euer Peter