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Im Fokus: Mentale Gesundheit von Kindern & Jugendlichen

Die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen hat sich in den vergangenen Jahren immer weiter verschlechtert und durch die Covid-19-Pandemie einen alarmierenden Höhepunkt erreicht: Laut einer Studie der Donau Universität Krems leidet mehr als jeder zweite Jugendliche an depressiven Symptomatiken.

Expertinnen und Experten bei Radio Arabella

In unserer Sendung "Julia bei der Arbeit" sind deshalb die ganze Woche Expertinnen und Experten zu hören, die Tipps geben, um betroffenen Familien zu helfen. Wir unterstützen damit auch das "Mental Health Jugendvolksbegehren" der Initiative “Gut, und selbst?”.

Haben Sie ein spezielle Frage zum Thema mentale Gesundheit bei Kindern und Jugendlichen? Unsere Expertinnen und Experten beraten Sie gerne.

Gut, und selbst?

Der Name der Initiative leitet sich aus der häufig nur pro forma gegebenen Antwort auf die häufige Frage "Wie geht's dir?" ab. "Die Antwort muss aber nicht immer 'Gut, und selbst?' sein", meinte die stellvertretende Obfrau der ÖVP-nahen Schülerunion, Mira Lobnig, bei einer Pressekonferenz am Mittwoch. Man wolle das Thema psychische Gesundheit endlich enttabuisieren.

Psychische Belastung bei Jugendlichen "wahnsinnig hoch"

"Wenn ich Zahnschmerzen habe und deswegen zur Zahnärztin gehe, ist es das Normalste der Welt. Wenn es mir aber psychisch nicht gut geht und ich zum Psychologen gehe, werde ich schräg angesehen", so Lobnig. Das soll sich grundlegend ändern. "Die psychische Gesundheit darf nichts sein, was wir klein reden oder wofür wir uns schämen. Darüber sprechen, wie über Kopfweh. Betroffenen helfen, wie nach einem Sturz."

Die psychische Belastung bei den Jugendlichen sei "wahnsinnig hoch", meinte Christoph Pieh, Professor für Psychosomatische Medizin und Gesundheitsforschung an der Donau-Uni Krems. Deshalb brauche es einen Masterplan, der sämtliche Bereiche von der Prävention über den ambulanten Bereich bis hin zum stationären Setting umfasse. Dabei müsse nicht jedem psychischen Problem mit einer Behandlung entgegengewirkt werden. Oft wirke bereits das bessere Verständnis der eigenen Situation entängstigend, auch Maßnahmen wie Bewegungstherapie bei Depressionen würden gut helfen.

Das Volksbegehren kann von 2. bis 9. Mai unterzeichnet werden. Ab 100.000 Unterschriften muss sich das Parlament mit den Anliegen auseinandersetzen. Das Ergebnis dafür setzt sich zusammen aus den bereits gesammelten Unterstützungserklärungen und dann den in der Eintragungswoche abgegebenen Unterschriften. Stimmberechtigt ist, wer am letzten Tag des Eintragungszeitraumes (aktuell also am 9. Mai) 16 Jahre alt, nicht vom Wahlrecht ausgeschlossen und in einer Wählerevidenz eingetragen ist.