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Herbstblues? Heuer nicht!

Die Tage werden kürzer und wir fahren morgens durch die ersten Nebelfelder. Bald tauschen wir auch den leichten Spätsommer-Mantel gegen eine wärmere Jacke ein und spätestens, wenn sich tagelanges Regenwetter ankündigt, ist eines gewiss: Der Herbst ist gekommen, um zu bleiben. All das sorgt bei den meisten nicht gerade für Begeisterung. Sie trauern den lauen Grillabenden nach, denken wehmütig an Nachmittage im Schwimmbad oder wollen partout die Sommerschuhe nicht im Schrank verstauen. Nicht selten ist mit einem Schlag auch die heitere Sommerlaune verflogen. Stattdessen fühlen sich viele niedergeschlagen, antriebslos, sind frustriert oder könnten ständig schlafen. Dazu kommen kleinere und größere Wehwehchen wie Schnupfen, Husten und Co., schließlich hat das Immunsystem plötzlich alle Hände voll zu tun. Mit anderen Worten: der Herbstblues kündigt sich an. Doch wie gelingt es, erst gar nicht in dieses Loch hineinzufallen? Wir haben Tipps gesammelt, wie Sie den Herbstblues umgehen und stattdessen locker-flockig in Richtung Advent gleiten.

7 Tipps gegen den Herbstblues

1.) Veränderung zulassen

Jede Veränderung – ob positiv oder negativ – ist zu Beginn schmerzhaft. Erst später entfaltet sie meist ihr wahres Potential. Bei positiven Veränderungen sehen wir die Vorteile sofort und erfreuen uns an einem neuen Lebensgefühl. Doch auch bei negativen, die uns zunächst gegen den Strich gehen, stellt sich oft nach einer gewissen Zeit eine Art Selbsterkenntnis ein. Dann wird uns bewusst, warum diese Veränderung unumgänglich war und wir sehen, wozu sie gut ist. Der Herbst ist ein Paradebeispiel hierfür, schließlich möchten sich viele am liebsten zu Hause verkriechen, wird es auf einmal kälter – sie reagieren genervt auf die plötzliche Veränderung. Doch der Herbst gehört genauso wie der Frühling zum Jahreskreis dazu. Und anstatt in eine depressive Phase zu schlittern und sich gegen ihn zu wehren, ist es besser, ihn anzunehmen und sich an seinen positiven Seiten zu erfreuen. Denn von diesen gibt es ebenso jede Menge – man muss sie nur sehen. So kann der Herbst als einzige Jahreszeit Blätter verfärben und beglückt uns mit einer farbenfrohen Natur, die wie gemacht ist für lange, romantische Spaziergänge zu zweit. Auch ausgedehnte Wanderungen sind nun angenehmer. Kulinarisch gesehen ist der Herbst ebenso ein Tausendsassa, schließlich liegen zu keiner anderen Zeit so viele verschiedene Gemüse- und Obstsorten in den Regalen. Nicht zuletzt ist der Herbst auch eine Zeit der Entschleunigung. Wir machen es uns zu Hause bequem, klappen wieder öfter Bücher auf oder laden Freunde zu Spiele- oder Seriennachmittagen ein.

2.) Auszeiten gönnen

In der heutigen Zeit neigen wir dazu, zu rasen. Wir reihen eine Aktivität an die andere und merken gar nicht, dass wir längst straucheln. Doch gerade der Herbst eignet sich perfekt für eine Auszeit, um die Batterien vor der Adventszeit noch einmal aufzuladen. Ganz egal, ob es sich dabei um einen Wochenend-Trip handelt oder eine ganze Woche – wichtig ist nur, dass man nicht nur davon spricht, sondern es auch tatsächlich tut. Also: Den oder die Liebste schnappen und sich ein romantisch-entspanntes Domizil für eine Auszeit suchen. Optimal eignet sich hierfür eine Gegend, die die Ruhe bereits ausstrahlt: Sanfte Hügel und dichte Wälder, in denen das Farbenspiel des Herbstes besonders zur Geltung kommt, helfen dabei, zu entschleunigen.

3.) Sport an der frischen Luft

Laufen gehen bei kalter Luft und einem wolkenverhangenen Himmel? Für viele klingt das alles andere als einladend. Und wir geben zu: Die Versuchung, zu Hause auf der Couch zu bleiben, ist groß. Doch wer sich dazu überwindet, auch im Herbst an der frischen Luft Sport zu treiben, wird doppelt belohnt. Zum einen haben wir so die Möglichkeit, Licht zu erhaschen, das der Körper für die Vitamin D-Produktion braucht. Zum anderen kann Sport die Laune verbessern. Speziell der Wald hat nachweislich eine beruhigende Wirkung auf Körper und Geist. Wer sich zu keiner Laufrunde aufraffen kann, der sollte zumindest Spaziergänge in den Alltag integrieren oder das Auto vielleicht einmal stehen lassen, um zu Fuß einkaufen zu gehen.

4.) Ernährung anpassen

Im Herbst sind nicht nur viele von Müdigkeit geplagt, sondern leiden auch unter Heißhunger-Attacken. Außerdem haben Viren und Bakterien leichtes Spiel. Um den Körper von innen zu wärmen, den Kreislauf auf Trab zu halten und das Immunsystem zu stärken, sollte im Herbst daher die Ernährung an die klimatischen Bedingungen angepasst werden. Scharfe Gewürze wie Ingwer, Piment oder Chili sollten jetzt in den Speiseplan integriert werden, genauso wie gute Vitamin C-Lieferanten wie Orangen, Zitronen, Kiwis oder auch Brokkoli. Hervorragende Getränke im Winter sind daher beispielsweise Ingwertee oder Goldene Milch.

5.) Immunsystem stärken

Apropos Immunsystem: Das lässt sich nicht nur mithilfe einer angepassten Ernährung stärken, sondern auch mit dem regelmäßigen Gang in die dampfende Kammer. Saunieren ist daher jetzt angesagt. Daneben sollten Sie auf die Kraft des Wassers setzen: Zum einen ist genügend Flüssigkeitszufuhr im Herbst sehr wichtig. Denn der Nachteil dieses Wetters ist, dass unser Durstgefühl – im Gegenteil zum Sommer – oft nicht mehr so stark ausgeprägt ist. Doch der Körper braucht trotzdem genügend Wasser, um beispielsweise Schadstoffe auszuleiten. Zum anderen kann Wasser gegen Müdigkeit wirken, zum Beispiel in Form einer belebenden Wechseldusche am Morgen. Wer nicht so viel Zeit hat, kann auch einfach den Oberkörper mit einem Waschlappen befeuchten oder ein kaltes Armbad im Waschbecken nehmen.

6.) Gemeinsam lachen

Eine weitere Möglichkeit, um dem Herbstblues entgegenzuwirken, tragen wir jeden Tag mit uns herum: Es geht um unseren Mund. Denn der Ausspruch „Lachen ist gesund“ stimmt tatsächlich. Der Grund: Beim Lachen bewegen wir nicht nur über 100 Muskeln und machen so im Grunde genommen ein Gesichtsworkout, sondern öffnen auch dem Sauerstoff Tor und Tür zu unserem Körper. Und mehr Sauerstoff bedeutet mehr Lebensenergie. Ganz nebenbei wird jede Menge Serotonin ausgeschüttet. Diesen Botenstoff nennt man nicht umsonst „Glücks-Hormon“, denn er steigert nachweislich die Stimmung. 

Fotos: Pexels