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Wasser – der Schatz des blauen Planeten

Die Erde ist ein blauer Planet: Fast drei Viertel der Erdoberfläche sind von Wasser bedeckt. Doch nur drei Prozent dieser Wassermengen bestehen aus Süßwasser – und lediglich 0,3 Prozent sind trinkbar. Aber warum braucht der Mensch überhaupt Wasser? Und ist jedes Wasser gleich gut?

Die kurze Antwort: Alles Leben entstammt dem Wasser – und hat sich nie allzu weit davon entfern. In den Meeren der Urzeit bildeten sich aus kleinen organischen Molekülen jene komplexen Verbindungen, aus denen letztendlich alle heute lebenden Organismen hervorgingen – jene große Artenvielfalt, die uns so vertraut ist. Noch heute laufen alle lebenswichtigen Stoffwechselvorgänge des menschlichen Organismus in einer wässrigen Lösung ab. Ohne Wasser können wir schlicht nicht leben.

Wozu all das Wasser?

Heutzutage verbraucht jeder Mensch zwischen 120 und 140 Liter Wasser täglich. Das ist eine beachtliche Menge, zumal der durchschnittliche Verbrauch vor 100 Jahren noch bei rund 20 Litern lag. Im Gegensatz zu unseren Ahnen aus dem frühen 20. Jahrhundert benutzen wir unser Wasser heutzutage auch zu großen Teilen für die industrialisierte Produktion: Die Textilindustrie, Landwirtschaft, Fleischindustrie und viele andere Wirtschaftszweige sind wesentlich am enormen Wasserverbrauch beteiligt. Am wichtigsten ist das Wasser aber immer noch für unseren Körper: Wir bestehen selbst zu großen Teilen aus Wasser.

Das Körpergewicht eines Neugeborenen besteht noch zu 70 bis 80 Prozent aus Wasser. Bis zu einem Alter von 85 Jahren sinkt der Wasseranteil des menschlichen Körpers auf 45 bis 50 Prozent. Das meiste davon befindet sich innerhalb der Körperzellen im intrazellulären Raum, nur ein Drittel im extrazellulären Raum, also außerhalb der Zellen. Wasser ist damit an allen menschlichen Stoffwechselvorgängen beteiligt: Es reguliert das Herzkreislaufsystem, die Verdauung und den Wärmehaushalt, es ist Transportmittel für Nährstoffe und Lösungsmittel für Mineralstoffe.

Im Laufe eines Tages gehen etwa zwei bis drei Liter Flüssigkeit durch Atmen, Schwitzen und Ausscheidungen verloren. Dieser Verlust muss über Getränke und Nahrung wieder ausgeglichen werden. Täglich sollte man daher mindestens 1,5 Liter Wasser zu sich nehmen, bei hohen Außentemperaturen oder körperlicher Anstrengung noch mehr. Wer in seinem Alltag mit häufigem Harndrang oder Blasenschwäche zu tun hat, der neigt nicht selten dazu, aus Sorge vor Urinverlust oder häufigen Toilettengängen große Trinkmengen zu vermeiden. Tatsächlich aber ist das kontraproduktiv: Konsequenz aus einer geringen Trinkmenge ist, dass sich der Harn konzentriert und die Blase reizt, sodass der Harndrang sogar noch zunehmen kann. Daher sollte auf eine ausreichende Flüssigkeitsaufnahme prinzipiell nicht verzichtet werden.

Die Wichtigkeit des Wassertrinkens wird nicht grundlos hervorgehoben, denn bereits auf kleine Veränderungen im Wasserhaushalt reagiert der Körper mit spürbaren Einschränkungen. Bei einem Flüssigkeitsverlust von etwa 0,5 Prozent des eigenen Körpergewichts entsteht ein zunehmendes Durstgefühl, bei zwei Prozent vermindert sich die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit. Bereits ein Wasserverlust von zehn Prozent verursacht schwere Krankheitserscheinungen wie Kreislaufversagen oder Bluteindickung. Ein Defizit von mehr als 20 Prozent führt zu Nieren- und Kreislaufversagen. Ohne Wasser ist der Mensch nur wenige Tage lebensfähig.

Ist Wasser gleich Wasser?

Trinkwasser wird nach seiner Zusammensetzung, Herkunft und seinem Geschmack unterschieden. Am reichhaltigsten ist Mineralwasser. Es kommt direkt aus der Quelle und hat viele Schichten Gestein durchlaufen, die das Wasser filtern und mit Mineralien wie Calcium und Magnesium anreichern. Durch die unterschiedliche Zusammensetzung der Gesteine schmeckt Mineralwasser je nach Region anders. Auch Quellwasser wird direkt an der Quelle abgefüllt, allerdings muss der Mineralgehalt keinen Vorgaben entsprechen und das Wasser benötigt keine amtliche Anerkennung. Eine Mischung von Wasser aus verschiedenen Quellen – wie Mineralwasser, Quellwasser, Leitungswasser und Meerwasser – wird Tafelwasser genannt. Es benötigt ebenfalls keine amtliche Anerkennung und darf auch in großen Wassertanks transportiert werden.

Neben Wasser aus Flaschen unterliegt auch das Leitungswasser strengen Kontrollen und zeichnet sich durch eine hohe Qualität aus. Das österreichische Trinkwasser stammt zu 50 Prozent aus Quellwasser und zu 50 Prozent aus Grundwasser; Oberflächenwasser wird nicht zur Trinkwasserversorgung verwendet. In Wien kommt sogar Hochquellwasser aus dem Hahn: Die Hauptstadt wird täglich durch zwei Hochquellleitungen aus den steirisch-niederösterreichischen Alpen unter strengster Kontrolle mit 400.000 Kubikmetern frischem Quellwasser versorgt. Konsequenterweise hat Wien als erste Stadt der Welt sein Wasser sogar unter Verfassungsschutz gestellt. Schließlich gibt es auf unserem blauen Planeten kaum etwas Kostbareres als unsere 0,3 Prozent Trinkwasser.

Titelbild:Pixabay

Erstellt am: 8. Juni 2020

Quelle: Radio Arabella Wien, erstellt von Lukas Kosch