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Kuriose Fakten rund um das Automobil

Kuriose Fakten rund um das Automobil

Das Automobil ist unverzichtbar: Man fährt damit in den Urlaub, pendelt zur Arbeit, transportiert schwere und sperrige Waren. Seine Erfindung liegt lange zurück. Unter anderem machte der Wiener Siegfried Marcus 1870 erste Fahrversuche mit einem Zweitaktmotor, der auf einem einfachen Handwagen montiert war. Marcus galt einige Zeit als Erfinder des Automobils – bis sich jedoch herausstellte, dass seine Erfindung falsch datiert war. Diese Geschichte ist nur eine von vielen spannenden Fakten rund ums Auto.

Wer hat es erfunden?

Die Geschichte des Automobils ist verfahren. Siegfried Marcus oder Carl Benz – wer hat das Automobil erfunden? Diese Frage konnte lange Zeit nicht eindeutig geklärt werden und bis heute gibt es unterschiedliche Auffassungen. Offiziell wird der Deutsche Carl Benz als Erfinder angesehen. Er meldete 1886 das Patent “Motorwagen Nummer 1” an. Der Wiener Siegfried Marcus tüftelte zeitgleich an einem motorisierten Wagen, den er 1888/89 anmeldete. Fälschlicherweise wurden die Daten im Verlauf der Zeit falsch übertragen und so auf 1875 zurückdatiert. Deswegen galt Marcus zunächst als der Erfinder des Automobils!

Nachdem Historiker genauer geforscht hatten, wurde der Fehler jedoch aufgedeckt und Benz zum offiziellen Schöpfer deklariert. Was man Marcus jedoch nicht nehmen kann, ist die Tatsache, dass er der erste Mensch war, der jemals mit einem benzinbetriebenen Wagen fuhr. Denn obwohl er den Marcuswagen erst 1888/89 anmeldete, machte er seine Testfahrten bereits 1870.

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Da hängt etwas dran

Je leistungsstärker unsere Fahrzeuge wurden, desto mehr sollten sie auch transportieren können. Um 1900 wuchs der Bedarf an Anhängevorrichtungen. Als Erfinder der Anhängerkupplung, wie wir sie heuer kennen, gilt das deutsche Unternehmen Westfalia. 1932 brachte es die Anhängerkupplung mit Kugelkopf hervor, eines der praktischsten Autozubehörteile überhaupt. 1966 patentierte das Unternehmen die moderne abnehmbare Kupplung. Heuer gibt es Kupplungen in verschiedenen Varianten – starr, schwenk- und abnehmbar – und die jedermann selbst montieren kann

Statistik: Welche Musikrichtung hören Sie normalerweise, wenn Sie Auto fahren? | Statista
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Musik bitte!

Musik und Autofahren gehören für die meisten Fahrer zusammen. Die meisten Österreicher hören Popmusik, während sie mit dem Pkw unterwegs sind. Aber auch Rock, Metal, Austropop sowie Schlager und Volksmusik zählen zu den beliebten Stilrichtungen auf der Fahrt. Haupt-Musikquelle sind Handy, CD und das Autoradio. Musik im Auto war nicht immer selbstverständlich. Das erste Autoradio wurde 1922 in Amerika in ein Ford Modell T eingebaut. Fünf Jahre später kam das “Philco-Transitone” auf den Markt. Es war das erste industriell hergestellte und als Autozubehör angebotene Radio. Da die ersten kommerziellen Geräte so groß wie ein Schuhkarton waren und knapp 15 Kg wogen, wurden sie im Fußraum des Beifahrers verbaut. Heute ist das glücklicherweise anders. Das Radio gehört immer noch zur Standardausstattung eines Pkw, ist jedoch um einiges kleiner, leichter, vor allem aber multifunktionaler geworden.

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Lichtsignalanlagen – sogar mit Statement

Ohne Ampeln würde der Verkehr nur mäßig funktionieren, deshalb gehören sie heuer zum Verkehrsbild. Die erste Lichtsignalanlage der Welt wurde 1868 in London aufgestellt. Sie wurde mit Gaslicht betrieben und explodierte nur kurze Zeit nach ihrer Inbetriebnahme. London wagte für viele Jahrzehnte keinen Neuversuch. Mit der Verbreitung der Elektrizität kamen jedoch Ampeln in Mode. In Cleveland, USA, wurde 1914 die erste elektrische Variante installiert. Die erste ihrer Art in Österreich wurde in Wien 1926 an der Opernkreuzung im 1. Bezirk aufgestellt. Heute regeln etwa 1.300 Ampeln den Verkehr in der Hauptstadt. Einige von ihnen signalisieren ein positives Statement und werben für Akzeptanz und Gleichberechtigung.

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Österreicher mögen kein Salz …

… zumindest auf den Straßen nicht. Mehr als 100.000 Tonnen Streusalz werden im Durchschnitt pro Saison auf unseren Straßen verteilt. Die Methode, mittels Salz gegen Schnee und Glätte vorzugehen, ist Anfang des 20. Jahrhunderts in Paris entstanden und wird seit den 1960er-Jahren auch in Österreich genutzt. Die Salzstreuung erleichterte den Räumdiensten im Winter ihrer Arbeit. Verglichen mit dem Schneeaufkommen und der Salzverwendung gilt Österreich aber als sparsam, denn hier hat sich größtenteils die Methode der Straßenräumung durchgesetzt. Vielleicht liegt das daran, dass das aggressive Salz hierzulande sehr unbeliebt ist. Immer mehr Fahrer beklagen Rostschäden an ihren Fahrzeug. Der Grund: Bei Temperaturen von unter Minus 8 Grad wird der üblichen Kochsalzlösung Kalziumchlorid zugemischt. Österreichs Autos rosten deshalb 10-mal so viel wie Fahrzeuge in der Schweiz.

Titelbild © Flickr

Erstellt am: 14. Februar 2018

Quelle: Radio Arabella Wien, erstellt von Tini