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Das Erbe des King of Rock ‘n’ Roll!

Das Erbe des King of Rock ‘n’ Roll

  • Knapp 1 Milliarde verkaufte Tonträger – das Geheimnis von Elvis Erfolg.
  • Mit 11 Jahren bekam Elvis seine erste Gitarre.
  • Elvis steile Karriere: vom Lkw-Fahrer zum Musiker.
  • Der King ist in über 30 Hollywoodfilmen zu sehen.
  • Elvis war in Deutschland stationiert und arbeitete nach seiner Rückkehr in die Vereinigten Staaten an seinem Comeback.
  • In Las Vegas wurde Elvis zum King.

Es gibt einig Menschen, die werden bereits zu ihren Lebzeiten zu Legenden. Einer davon ist Elvis Presley – der “King”. Der Musiker und Schauspieler mit dem unverkennbaren Hüftschwung wurde bereits Mitte der 50er Jahre zu einem Weltstar, und im Laufe der Jahre nahm seine Berühmtheit immer weiter zu. Bis in die 70er-Jahre gab er Hunderte von Konzerten, den Großteil davon in Las Vegas, wo er zum King wurde. Bis heute ist Elvis einer der größten Namen der Musikgeschichte und der Popkultur.

© pixabay

Warum ist Elvis so berühmt?
Elvis war ein Katalysator für die kulturelle Revolution namens Rock ‘n’ Roll. Er half nicht nur dabei, das Genre zu einem Symbol für Jugendkultur und Rebellion zu machen, sondern er brachte auch schwarze Musik wie Rhythm & Blues in den weißen Mainstream und kreierte dabei seinen ganz eigenen Sound: Rockabilly. Er öffnete damit die Türen für viele weitere Künstler, inspirierte Musiker wie Bob Dylan, John Lennon und Buddy Holly, wirkte in über 30 Hollywoodfilmen mit, veröffentlichte während seiner Lebzeit 711 Songs und 60 Originalalben, verkaufte je nach Quellenangabe zwischen 500 Millionen und 1 Milliarde Tonträger und wurde somit zum kommerziell erfolgreichsten Solokünstler aller Zeiten.

Das frühe Leben des Kings
Elvis Aaron Presley wurde 1935 in Tupelo, Mississippi geboren. Sein Vater Vernon Elvis Presley war Landarbeiter und seine Mutter Gladys Love Presley (geb. Smith) arbeitete als Textilarbeiterin. Bereits in der Grundschule erkannte seine Lehrerin das Gesangstalent des 10-jährigen Elvis und zu seinem 11. Geburtstag bekam er von seinen Eltern seine erste Gitarre. Die Presleys zogen aufgrund von Geldmangel mehrere Male innerhalb von Tupelo um. So wohnte die Familie trotz den damals herrschenden Rassentrennungsgesetzen auch zeitweise in Stadtvierteln, in denen auch viele Afroamerikaner lebten. Elvis freundete sich mit einem dunkelhäutigen Nachbarsjungen an und begann sich für Gospelmusik und Blues zu begeistern.  

1948 zog die Familie schließlich nach Memphis, Tennessee. Elvis verlor seine Liebe für die Musik der Afroamerikaner jedoch nicht, und nachdem er die High-School abgeschlossen hatte, zog es ihn 1953 in die Aufnahmeräume von Sam Phillips Memphis Recording Service, wo Kunden einige Dollar dafür zahlten, ihre eigene Musik aufzunehmen. Im gleichen Gebäude befand sich auch das Plattenlabel Sun Records, das unter anderem schwarze Musiker wie Howlin’ Wolf und B. B. King vermarktete.

Der Aufstieg eines Stars
Elvis wurde Lkw-Fahrer für das Unternehmen Crown Electric, doch in seiner freien Zeit verdiente er sich etwas mit Live-Auftritten dazu. 1954 kehrte er in die Aufnahmestudios zurück, wo er dem Inhaber Sam Phillips persönlich begegnete. Auch dieser erkannte das Talent des jungen Mannes und entschied sich, ihn zu fördern. Der Rockabilly war geboren, als Presley zusammen mit Gitarrist Scotty Moore und Bassist Bill Black den Bluessong “That’s All Right” völlig neu interpretierte. Die Aufnahme wurde von einem Radiosender in Memphis gespielt und war beim Publikum ein riesiger Erfolg. Das Trio verwandelte daraufhin auch den Hit “Blue Moon of Kentucky” in ein schwungvolles Rockabilly-Stück. Die Nachfrage war groß und nach und nach stürmten die drei nicht nur die regionale Country & Western-Charts, sondern auch die nationalen Billboard-Country-Charts.

 Elvis ging viel auf Tour, verbreitete Rockabilly in den ganzen Südstaaten und stahl dabei so manchem Country-Star die Show. Auch andere Künstler ließen sich von seinem einzigartigen Stil inspirieren. 1955 wechselte er von Sun Records zu RCA Studios, wo er unter anderem Hits wie “Heartbreak Hotel” produzierte. Für dieses Lied gewann Presley erstmals eine Goldene Schallplatte. Vor allem seine Fernsehauftritte und Charterfolge aus den Jahren 1956 und 1957 machten Elvis zu dem Idol einer ganzen Generation.

Elvis erobert die Leinwand
Aufgrund seiner charismatischen Erscheinung wurden bald auch Filmproduzenten auf Elvis aufmerksam. Insgesamt wirkte er in über 30 Hollywoodstreifen mit, doch es waren vor allem Filme wie Love Me Tender, Jailhouse Rock – Rhythmus hinter Gittern und Mein Leben ist der Rhythmus – King Creole, die aus der Menge hervorstachen. Mit den dazugehörigen Soundtrack-EPs konnte Elvis auch in den amerikanischen Singlecharts große Erfolge feiern.

Das Soldatenleben und die Rückkehr in die Vereinigten Staaten
1957 erhielt Elvis einen Einberufungsbescheid und von 1958 bis 1960 diente er im Militär. Anderthalb Jahre war der King auch in Deutschland stationiert. Von seinen Kameraden wurde er als großzügig und bodenständig beschrieben. Während seiner Stationierung in Deutschland lernte Elvis auch seine zukünftige Frau Priscilla kennen, musste aber auch persönliche Verluste verkraften. Seine Mutter erkrankt an Hepatitis und stirbt im August 1958.

Nach seiner Rückkehr in die Vereinigten Staaten hatte sich die Musiklandschaft stark verändert. Elvis konzentrierte sich auf die Schauspielerei und drehte zahlreiche Musikkomödien, zu fast jeder von ihnen gab es auch ein Soundtrack Album. Jedoch war seine Karriere als Musiker in dieser Hinsicht auch eine kreative Sackgasse, da er stark an ein bestimmtes Filmgenre gebunden war. Obwohl Elvis noch immer Hits produzierte, waren es Mitte der 60er-Jahre andere Bands, wie die Beatles, die den Trend vorgaben. Elvis beschloss, sich musikalisch neu zu orientieren. Mit der Fernsehsendung TV-Special ELVIS im Jahr 1968 konnte sich der King erfolgreich im Musikgeschäft zurückmelden.

Quelle: pixabay

Die Las-Vegas-Jahre
Elvis TV-Special erweckte die Aufmerksamkeit des International Hotels in Las Vegas. Man bat ihm an, seine Rückkehr auf die Bühne hier zu beginnen. Von 1969 bis zum August 1977 gab Elvis mehr als 1100 Konzerte, wobei über 800 davon im International Hotel stattfanden. In Las Vegas wurde Elvis wahrlich zum “King”. Er prägte die Kultur von Las Vegas wie niemand sonst und es war auch in der Wüstenstadt, wo Elvis seinen weißen Jumpsuit zum Markenzeichen machte. Zwar sind die Glanzzeiten von Elvis Presley vorbei, doch in den Herzen der Musikfans lebt er weiter. Kein Wunder also, dass in jedem Jahr noch immer Tausende von Elvis-Fans nach Las Vegas reisen, um einen Hauch des Glamours, den ihr Idol zurückgelassen hat, zu spüren.

Seitdem hat es auch andere Entertainer wie Celine Dion und Britney Spears in die Stadt in Nevada gezogen. Und auch Musiklegenden wie Michael Jackson heizen dem Publikum in Las Vegas immer noch ein – wenn auch nur als Hologramm. Außerdem treten Elvis- und Jackson-Imitatoren auf und lassen das Erbe der Musikgrößen weiterleben.

Elvis war einer der ersten Stars, der durch die Massenmedien nicht nur im eigenen Land, sondern auf der ganzen Welt berühmt wurde. Als der King 21 Jahre alt wurde, erkannte bereits fast jeder sein Gesicht. Seine Musik, seine Art zu sprechen und sein Kleidungsstil gingen um die Welt. Dadurch wurde Elvis zur Person mit einem der größten kulturellen Einflüsse des 20. Jahrhunderts. Sein Erbe ist noch immer so allgegenwärtig, dass man manchmal fast glauben könnte, er sei noch am Leben.

Erstellt am: 13. März 2018

Quelle: Radio Arabella Wien, erstellt von redaktion