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Langsam, langsam

Langsam, langsam ist nicht nur das, was der Grieche mehrmals täglich meint, sondern auch der Inbegriff für einen Urlaub am Hausboot. Eine maximale Geschwindigkeit von 12 km/h und die faszinierende Monotonie einer Fahrt entlang eines Kanals. Bereits am dritten Tag ist der Hausbooturlauber im ‚Hier und Jetzt‘. Das Problem ist dann eher das Zurückkommen in den normalen Alltag, da erscheint dann alles so ungewohnt schnell.

Ein durchschnittlicher Tag am Hausboot sieht so aus: Frühstück an Bord, natürlich im Freien. Losfahren mit der täglich zu leistenden „Arbeit“ von durchschnittlich fünf Schleusen, das wäre der ungefähre Tagesdurchschnitt an zu erwartenden Schleusen. Mittagessen in einem Restaurant am Kanalufer, gemütliche Weiterfahrt und dann einen Platz zum Übernachten suchen. Wobei das Suchen sehr positiv gemeint ist, also dort stehenbleiben und das Hausboot festmachen, wo es einem besonders gut gefällt und dann kommt das für mich Allerschönste: Kochen an Bord, Aperitif, Abendessen und irgendwo mitten in der Natur einfach versumpern…

Die häufigsten Fragen in Sachen Hausboot sind: „Braucht man dafür einen Führerschein und wie schwer ist das Fahren mit so einem doch relativ großen Boot überhaupt?“ Also: Führerschein braucht man keinen, der/die Fahrer*in muss mindestens 18 Jahre alt sein, bei der Bootsübernahme bekommt der Gast eine 30-minütige Einschulung und los geht’s. Und – glauben Sie mir – man wird von Tag zu Tag besser. Nach bereits drei Tagen überwindet man Schleusen schon nebenbei, selbst Einparken und das Boot festmachen ist ein Klacks. Kein Wunder, dass diese Urlaubsform immer beliebter wird, heuer im zweiten pandemischen Sommer, war Hausboot Urlaub besonders beliebt, weil man ja dabei kaum mit anderen Menschen in Berührung kommt.

Unterm Strich bedeutet so ein Hausboot-Urlaub viel Natur, viel Zeit und doch ist alles in Bewegung. Langsam, langsam zwar aber permanent ändert sich die Umgebung.

Euer Peter Agathakis

© Peter Agathakis

Fotocredit Titelbild: (c) Holger Leue

Erstellt am: 10. September 2021

Quelle: Radio Arabella Wien, erstellt von Jacky Becker