Pendlerpauschale unterstützt Besserverdiener

Von der Pendlerpauschale profitieren hauptsächlich Besserverdiener. Das kritisiert der VCÖ. Die Unterstützung führe sogar zu einer Umverteilung von unten nach oben.
"Als unter Bruno Kreisky die Pendlerpauschale eingeführt wurde, war die soziale Treffsicherheit noch gegeben. Die Formel 'Pendler ist automatisch sozial schwach', ist heute nicht mehr richtig. Wohlhabende profitieren deutlich stärker von der Pendlerpauschale als jene, die wenig verdienen. Die Zunahme der Wohlstandspendler ist auch die Folge der Zersiedelung", hielt VCÖ-Experte Martin Blum fest.
Jeder 5. verdient mehr als 50.000 Euro
Laut den Zahlen des VCÖ entfielen 21 Prozent des 2008 ausbezahlten Gesamtbetrags auf Personen die mehr als 50.000 Euro pro Jahr brutto verdienen. Das waren 17 Prozent aller Bezieher, während 3 Prozent mehr als 100.000 Euro brutto verdienen und auch 3 Prozent der Gesamtsumme erhalten.
Außerdem führe die Förderung des Autofahrens zu einer Umverteilung von unten nach oben. "60 Prozent jener Haushalte, die dem unteren Einkommensviertel angehören, besitzen kein Auto. Hingegen sind lediglich 4 Prozent des obersten Einkommensviertel autofreie Haushalte. Die 25 Prozent der Haushalte mit dem höchsten Einkommen fahren rund viereinhalb Mal so viele Kilometer mit dem Auto wie das untere Einkommensviertel", rechnete der VCÖ vor.











