Erdbeben: Hunderte Tote auf Haiti

Nach einem der schwersten Beben des Landes, werden auf der Karibik-Insel Haiti hunderte Tote befürchtet. Das Beben der Stärke 7,0 nach Richter brachte viele Häuser zum Einsturz.
Telefonleitungen tot
Ein ungewöhnlich schweres Erdbeben hat in Haiti am Dienstag Schäden von bisher unbekannten Ausmaßen verursacht. Das Zentrum des Bebens mit einer Stärke von 7,0 lag 15 Kilometer westlich der Hauptstadt Port-au-Prince. Es wurde mit zahlreichen Todesopfern gerechnet, konkrete Zahlen lagen aber zunächst nicht vor, da die Telefonverbindungen unterbrochen waren.
"viele Leichen auf den Straßen"
Die USA rechneten mit vielen Toten. "Unsere Diplomaten vor Ort haben viele Leichen auf den Straßen und Gehwegen gesehen", sagte ein Sprecher des Außenministeriums in Washington am Dienstag (Ortszeit). "Es scheint klar, dass es zahlreiche Tote gibt", fügte Philip Crowley hinzu. Aus Port-au-Prince berichtete ein Arzt der Nachrichtenagentur AFP, dass das Zentrum der Stadt zerstört sei. Er befürchte Hunderte Tote, sagte der Mann, der selbst bei dem Beben verletzt wurde. Auch ein Mitarbeiter einer katholischen Hilfsorganisation aus den USA sprach von einer Katastrophe mit zahllosen Toten.
Krankenhaus und Präsidentenpalast eingestürzt
In der Nähe der Ortschaft Petionville stürzte ein Krankenhaus ein. Auch andere Gebäude wurden beschädigt. Ein US-Regierungsbeamter berichtete, mehrere Häuser seien in eine Schlucht gestürzt. "Sie ist voller eingestürzter Mauern, Trümmer und Stacheldraht", sagte Henry Bahn vom US-Landwirtschaftsministerium. "Der Himmel ist voller Staub und ganz grau." Haitis Botschafter in Washington, Raymond Alcide Joseph, sagte dem Fernsehsender CNN: "Ich befürchte, es ist eine große Katastrophe."
In der Hauptstadt stürzten laut einem Fernsehbericht der Präsidentenpalast und viele andere Gebäude ein. Unter anderem seien auch mehrere Ministerien, das Parlament und Schulen beschädigt, berichtete per Telefon ein Journalist im Fernsehsender Haitipal, der im Internet zu sehen war. Der haitianische Präsident René Préval und seine Frau überstanden das Erdbeben laut Botschafter Joseph allerdings unbeschadet. Die First Lady, Elisabeth Debrosse Delatour, habe mit einem Kollegen in den USA telefoniert und ihm versichert, das beide wohlauf seien.
Arabella Service:













