Häupl auf Koalitionspartner-Brautschau

Die Gespräche sind bereits angelaufen, jetzt kommt es darauf an, wer der SPÖ das bessere Angebot macht. Häupl kann warten, dass ÖVP und Grüne einander gegenseitig unterbieten.
Grüne Ressort-Wünsche
Für die Grünen wäre die Übernahme des Integrations-Ressorts ein Anliegen. Dieses würde Frontfrau Maria Vassilakou gerne selbst übernehmen. Momentan wird das Ressort gemeinsam mit Frauen, Tieren, Konsumenten und Personal von Sandra Frauenberger geführt. Weitere für die Grünen wichtigen Bereiche wären Verkehr, Bildung und erneuerbare Energie. Namen wie Van der Bellen (Finanz), Chorherr/Maresch (Umwelt) und Gretner (Planung) kursieren im Zusammenhang mit der Ressortverteilung.
Schwarze Überlegungen
Die ÖVP ist, im Gegensatz zu den Grünen, nicht einstimmig für Koalitionsverhandlungen mit der SPÖ. Bekannte Parteimitglieder wie Ferry Maier und Adolf Tiller mahnen zur Vorsicht. Opposition könnte besser sein, als in der Regierung mit unwichtigen Ressorts abgespeist zu werden. Vorstellbar wäre die Abgabe der SPÖ von zwei Ressorts: Planung und Kultur, so wie 1996. Kandidaten aus der ÖVP wären dafür etwa Architekt Markus Spiegelfeld und Boris Marte.
SPÖ-Jugend für Rot-Grün
Die rote Partei-Jugend hat ein klares Statement abgegeben: Sie wollen Rot-Grün. Sozialistische Jugend, Aktion kritischer SchülerInnen und Verband Sozialdemokratischer StudentInnen rollten vor dem Rathaus gestern einen rot-grünen Teppich aus. Auf Facebook gibt es ebenfalls eine Initiative für Rot-Grün mit bereits über 3.700 Mitgliedern.

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Rot-Grün oder Rot-Schwarz
Foto Credits: SPÖ Wien/Urban













