Christian Schiester besteht im Dschungel

Der steirische Extremläufer wird bei der "Route of Fire" in Costa Rica trotz Knieverletzung Achter.
Mit großen Plänen war Christian Schiester Mitte Jänner nach Costa Rica aufgebrochen. Monatelanges Training und eine gute körperliche Verfassung ließen ihn auf einen Spitzenplatz hoffen. Doch der Traum vom Podest platzte bereits am zweiten Tag, als sich der Steirer bei einer Flußdurchquerung am Knie verletzte. Trotz starker Schmerzen an der Patellasehne kämpfte er sich insgesamt sechs Tage durch die exotische, aber auch gefährliche Natur Costa Ricas und erreichte nach 225 Kilometern als Achter das Ziel.
Schon 2006 eine Tortur
Wieder hat der Dschungel seinen Tribut von Christian Schiester gefordert: 2006 hat er mit hautlosen Fußsohlen und Rollstuhl das Amazonasgebiet verlassen. 2012 wurde ihm ein Sturz bei einer Flußdurchquerung zum Verhängnis. Die Patellasehne verursachte dem Steirer vor allem bergab große Schmerzen, so dass er zwei Tage lang große Teile der Strecke nur sehr langsam zurücklegen konnte. Auf Grund der starken Schwellung stand lange Zeit eine Aufgabe im Raum, aber am Ende ließ sich die steirische Eiche vom wilden Dschungel Costa Ricas nicht unterkriegen. Sieg und Niederlage. „Es waren sehr schmerzhafte Tage für mich, körperlich und mental. Aber ich habe nicht aufgegeben und mich der Herausforderung gestellt. Anstatt gegen die anderen Läufer habe ich mit der Strecke und mir selbst gekämpft. Der Schmerz wird vergehen, der Stolz aber bleibt", schildert Schiester seine Gefühle, nachdem er jubelnd über die Ziellinie gestürmt war. Seine Gesamtzeit nach sechs Tagen beträgt 28:03:39.
Foto: (c) Roland Bogensperger Red Bull Content Pool











