Wunschzettel an die Politik

Bürokratieabbau, bessere Aus- und Weiterbildung und das Stärken der Einkaufsstraßen sind zentrale Forderung der Wirtschaftskammer vor der Wahl.
Obwohl Wien als Wirtschafts- und Bildungszentrum Österreichs bekannt ist, hinkt man beim Wirtschaftswachstum im gesamtösterreichischen Vergleich deutlich hinterher. "Wir wollen, dass sichergestellt ist, dass die Wiener Betriebe auch in den nächsten fünf Jahren ausgezeichnet arbeiten können", so Wirtschaftskammer-Präsidentin Brigitte Jank. Dabei gehe es jedoch nicht um Lippenbekenntnisse vor der Wahl, sondern um Verbindlichkeit.
Mehr Durchblick im Paragrafendschungel
In Wien gibt es genügend Landesgesetzte und Verordnungen mit jeder Menge Paragrafen, die eigentlich keiner braucht. Ein zentraler Punkt ist somit die bisher ausgebliebene Durchforstung dieses Paragrafendschungels. So sollten etwa Verfahrenskoordinatoren installiert werden, um Projektwerber zu begleiten.
Die Wirtschaftsförderungen soll laut Jank auf ein zweistufiges Verfahren umgestellt werden, bei dem in einer ersten Phase schnell entschieden wird, ob ein Projekt grundsätzlich förderungswürdig ist.
Projekte wie etwa das Parkpickerl für jedes Unternehmen, wurden bis jetzt nicht umgesetzt - sollten aber zur Verfügung gestellt werden. Auchdie Zusammenlegung und Instandsetzung von Geschäftslokalen sollen in Zukunft gefördert werden. Ebenso will man sich verstärkt um die Bekämpfung der Schwarzarbeit kümmern und die Einkaufsstraßen mit einem umfassenden Konzept stärken.
Klinkenputzen
Um internationale Ansiedlungsbemühen zu verstärken, müsse man laut Jank ab jetzt "Klinkenputzen", und das so lange, bis zufriedenstellende Kooperationen geschlossen wurden. Gerade beim Stadtentwicklungsprojekt Aspern lassen Investoren und ausländische Firmen noch auf sich warten.
Bildungsschwerpunkt in Kindergärten
Flexible Formen der Kinderbetreuung, speziell für Unternehmer, seien nach wie vor sehr gefragt, so Jank. Bereits in Kindergärten will man in Form von Bildungsschwerpunkten im Bereich Technik und Naturwissenschaften für ein späteres Berufsfeld sensibilisieren.
Wien als Vorreiter in Sachen Schüleraustausch im europäischen Raum - so zumindest der Vorschlag der Kammerpräsidentin. Mit dem Pilotprojekt möchte man einerseits soziale Fähigkeiten stärken und andererseits Jugendlichen bessere Chancen am Arbeitsplatz bieten. Eine weitere Forderung ist das kostenlose Nachholen von Schulabschlüssen bis zum Maturaniveau für alle Erwachsenen.
Foto-Credit: Florian Wieser











