Österreicher wissen wenig über HIV/AIDS

Österreicher wünschen sich mehr Informationen über die Viruserkrankung
Laut einer aktuellen Studie der GfK Austria haben zwar 98 % der Österreicher bereits von HIV bzw. AIDS gehört, dennoch gibt es auch noch nach 30 Jahren eine große Wissenslücke. Immerhin fühlt sich ein Viertel der Österreicher schlecht über das Thema informiert. Dies schlägt sich auch darin nieder, dass immer noch viele Vorurteile im Zusammenhang mit der Krankheit bestehen. So glaubt zum Beispiel ein Viertel der Österreicher, dass sich nur Homosexuelle und Drogensüchtige anstecken könnten, sagt Christine Buchebner von der GfK Austria. Die Zahlen der Präsidentin der Österreichischen AIDS Gesellschaft, Brigitte Schmied, bestätigen, dass 40 % der Infektionen durch heterosexuelle und 35 % durch homosexuelle Kontakte übertragen werden. Durch das gemeinsame Verwenden von Spritzen und Nadeln stecken sich 16 % der Betroffenen an.
HIV-Infektionen in Österreich
In Österreich infizieren sich täglich ein bis zwei Menschen mit HIV. Derzeit sind rund 9.000 Menschen in Österreich mit dem HI-Virus infiziert, während mehr als 2.700 an AIDS leiden. Die Zahl der Neuinfektionen ist in den letzten zehn Jahren deutlich gestiegen.
Ansteckung
Die Ansteckung mit dem HI-Virus kann über infektiöse Körperflüssigkeiten, wie Blut, Muttermilch, Gehirn- und Rückenmarks-Flüssigkeit, Sperma und Vaginalflüssigkeit.
"Soziales AIDS"
Menschen, die an HIV bzw. AIDS leiden, sind sehr häufig von gesellschaftlicher Ausgrenzung und Diskriminierung betroffen, was nicht selten zu wirtschaftlicher Not führt. Gery Keszler, Obmann von AIDS LIFE und Gründer und Organisator des LIFE BALLS weist darauf hin, dass es besonders wichtig sei, einerseits auf Gefahren aufmerksam zu machen, andererseits keinesfalls den Menschen Panik zu machen.











