Österreicher essen zu ungesund

Der Konsum von Fett, Salz und Zucker ist zu hoch. Mit "Aktionsplan Ernährung" wird bis 2020 eine Reduktion ernährungsbedingter Krankheiten angestrebt.
Nationaler Aktionsplan Ernährung (NAP.e)
Die Ernährung der Österreicher ist nicht optimal: Übergewicht nimmt zu, es wird zu viel Fett, Salz und Zucker konsumiert. Der "Nationale Aktionsplan Ernährung" (NAP.e) soll diesem Trend entgegenwirken. "Ziel ist es, bis zum Jahr 2020 die Häufigkeit von ernährungsassoziierten Krankheiten zu reduzieren und die Zunahme von Übergewicht zu stoppen", betont Gesundheitsminister Alois Stöger.
Bis 30. April sollen Experten und Behörden den Entwurf im Rahmen des Konsultationsverfahrens begutachten und Änderungsvorschläge unterbreiten. Nach deren Einarbeitung soll das Konzept bis Jahresende fertiggestellt werden.
Österreicher sind überernährt
Österreichs Bevölkerung weise alle Charakteristika einer klassischen Überernährung auf. Der Anteil an Übergewichtigen sei besonders von 2003 bis 2008 stark angestiegen. Vor allem Kinder und Jugendliche würden zu fett und salzig essen - aber auch zu wenig Obst und Gemüse konsumieren. In Westösterreich ist die Situation generell etwas besser: Kinder im Süden und Osten sind laut Elmadfa häufiger übergewichtig.
Nahrungsergänzungsmittel keine Lösung
Während in Österreich grundsätzlich zu viel Cholesterin konsumiert wird, kommen Nährstoffe wie Folsäure, Kalzium und Vitamin D zu kurz. Schulkindern mangelt es besonders an Jod, Eisen, Kalium aber auch an den Vitaminen A, B1, B2 und B6. Die Menschen würden zwar beginnen, an der Qualität ihrer Nahrung zu zweifeln, sie versuchen aber, ihr eigenes Fehlverhalten durch Nahrungsergänzungsmittel zu kompensieren.
Eine zusätzliche Portion Obst und Gemüse täglich würde das Schlaganfall-Risiko um fünf Prozent reduzieren, die Gefahr koronarer Herzerkrankungen würde dadurch um vier Prozent sinken. Laut Schätzungen der WHO soll der durchschnittliche BMI in Österreich 2020 bei 30 liegen, die gesamte Bevölkerung wäre damit fettleibig.












