Immer mehr Missbrauchsopfer

Im Zuge der Missbrauchsvorwürfe in Kircheneinrichtungen werden immer neue Fälle bekannt. Hilfe erhalten Opfer bei den Ombudsstellen oder bei der Organisation "Der weisse Ring".
In den Ombudsstellen der Kirche laufen die Telefone heiß und auch bei der Opfer-Organisation "Der weisse Ring" haben sich in den vergangenen Tagen vermehrt Missbrauchsopfer gemeldet, sagt Erika Bettstein vom Weissen Ring. Für die Opfer ist es niemals leicht über das Erlittene zu sprechen, aber es hilft natürlich, wenn sie sehen, dass andere Leute betroffen sind. Das würde auch den Willen stärken, dass man sich nun endlich erleichtert, so Bettstein.
Opfer leiden unter sozialer Ausgrenzung
Opfer, bei denen der Missbrauch oft jahrzentelang her ist, leben oft in einem Umfeld, das einem jahrzehntelang nicht geglaubt hat, wo unter Umständen dann die Leute sozial isoliert oder ausgegrenzt worden sind, so Bettstein. Das sei schrecklich, weil zu dem Missbrauch oft noch die Ungerechtigkeit der Umwelt dazu kommt.
Hilfe beim Weissen Ring
Hilfe erhalten Opfer am Opfernotruftelefon. Dort wird die persönliche Situation abgeklärt. Außerdem funktioniert der Weisse Ring auch als Koordinationsstelle und verweist zu spezialisierten Einrichtungen weiter. Das Opfernotruftelefon erreichen Sie unter 0800-112112 - gebührenfrei und rund um die Uhr.
Ombudsstellen der Katholischen Kirche
Natürlich sind auch die österreichischen diözesanen Ombudsstellen für Opfer sexuellen Missbrauchs in der Kirche eine erste Anlaufstation.












