Der engagierte Lehrer und seine Feinde

Passend zum Schulbeginn sorgt jetzt ein Buch eines Lehres für Aufsehen: Niki Glattauer, ehemals Journalist, beschreibt in seinem Buch "Der engagierte Lehrer und seine Feinde" den Alltag in Österreichs Schulen.
Niki Glattauer nimmt sich wirklich kein Blatt vor den Mund in seinem Buch "Der engagierte Lehrer und seine Feinde". Er widmet sich kleinen Anekdoten aus dem Schulalltag, aber auch den großen Problemen. Dass die Kinder zB zu Hause niemand unterstützt und die Eltern keine Zeit dafür haben, ihnen bei den Hausaufgaben zu helfen, weil sie in 60- oder 70-Stunden-Wochen Geld verdienen müssen. Er fordert deshalb die 9-5 Schule.
Lehrer müssten sich als Lebensabschnittsbegleiter verstehen, so Glattauer. Es genügt nicht mehr, das Füllhorn des Wissens über die Schüler zu entleeren. Die Lehrer brauchen ein ganz neues Selbstverständnis, sagt Niki Glattauer.
Ihm gehen die Diskussionen um die Migrationsproblematik auf die Nerven, sagt er. Er selbst unterrichtet an einer Schule mit bis zu 100 Prozent Anteil an Migrationskindern und kritisiert diese "Ghettoisierung". Wenn die Kinder zuhause nicht deutsch sprechen und in der Schule nur mit dem Lehrer, tut man den Kindern nichts Gutes. Bei einer gemeinsamen Schule für alle - ohne Alternativen - würden sich die Kinder besser aufteilen, sagt Glattauer.
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