A bissl brav sein

Nachdem ich mich in meinem letzten Blog Beitrag dem Thema Radfahren gewidmet habe und von erbosten Arabella Hörern geharnischte Mail erhalten habe, versuche ich's jetzt einfach nochmal...anders...oder deutlicher...

Standard.at Redakteur Georg Brockmeyer schreibt in seinem aktuellen Kommentar von einer "zum Teil miserabelst gestalteten und gekennzeichneten Infrastruktur" die sich Fußgänger und Radfahrer teilen müssten. Da hat er nicht unrecht - zumal es teilweise tatsächlich, auch auf stark frequentierten Radrouten - keine, schlechte oder auch nur mangelhafte Kennzeichnung gibt. Was aber trotzdem kein Freibrief dafür ist mit dem Gedanken "Na wenns die nicht besser machen, fahr ich einfach wie ich will" am Verkehr teilzunehmen.

Als saisonaler Radfahrer (April bis Oktober) und Winter-Auto/Öffifahrer (der Rest des Jahres) begegnen mir am Weg zur und von der Arbeit ebenfalls tagtäglich Autolenker die Verkehrsübertretungen begehen, andere Verkehrsteilnehmer gefährden und sich definitiv nicht so verhalten wie es nach der StVO vorgesehen wäre. Gleiches jedoch beobachte ich bei meinen radfahrenden Kollegen. Ich spreche jetzt bewusst nicht von Radfahrern, weil das in meinen Augen diejenigen sind, die wissen was sie tun. Im Gegensatz dazu gibt es die "Menschen am Fahrrad", die offenbar schon alleine mit dem asynchronen Bewegen des rechten und linken Oberschenkels ausgelastet erscheinen. Hier gibt es definitiv ein Problem. Je besser das Wetter, je besser die Infrastruktur und je teurer der Sprit, desto mehr Menschen nützen das Fahrrad. Und - ums wienerisch auszudrücken - wo viele Menschen sind, sind auch viele Trotteln.

Was also tun, um diesen - durch einige wenige schwarze Schafe immer wieder aufkeimenden - Zwist zwischen Auto- und Radfahrern nach Möglichkeit zu entschärfen? Mein Vorschlag: Brav sein! Klingt komisch, is aber so.

Was spricht dagegen sich einfach an das zu halten was vorgeschrieben ist? Auch mit Beachtung der Verkehrszeichen und Ampeln ist das Fahrrad das schnellste Verkehrsmittel der Stadt! (Jedesmal ein kleines, gedankliches "Strike" wenn ich radfahrende Rot-Sünder bei der nächsten größeren Ampel, wo sie sich dann nicht trauen drüberzufahren, it dem eigenen Rad einhole) Auch mit Handzeichen kann man als Radfahrer dorthin gelangen wo man hin will und die Sache mit Telefonieren am Lenker und Alkohol möchte ich hier gar nicht ansprechen - das is selbstverständlich dass man das nicht macht.

Nummerntaferln lösen das Problem nicht. Außer dass die Exekutive mit hunderten Anzeigen ohne Erfolgsaussicht beschäftigt wäre und ihren wichtigeren Aufgaben nicht nachkommen könnte.

Eine mir sympathische Aktion wäre jedoch eine freiwillige Registrierung als "Rad-Streber" ähnlich wie das System, das es in anderen Städten für Taxi- und Firmenflotten bereits gibt. How's my driving? Oder Wie fahre ich? Damits auch jeder versteht. Was das bringen soll? Möglicherweise eine Auseinandersetzung mit der Materie StVO. Eine zumindest teilweise Aufhebung der - von autofahrenden Radfahrgegnern so oft kritisierten - Anonymität, allerdings ohne die Nachteile eines zusätzlichen, verpflichtenden Verwaltungsaufwands.

Die einfachste Lösung bleibt aber trotzdem: Das brav sein, an roten Ampeln und das akzeptieren der StVO. Und das Rücksicht nehmen - auf Autofahrer die's halt nicht besser wissen. Und das Bedanken - bei Autolenkern die sich so verhalten wie sie's sollen.

Ich setz mich jetzt aufs Fahrrad. 15 Minuten von Wien 5 ins alte AKH. Das schafft kein Auto und schon gar kein 13A. Vielleicht wärens 14 Minuten, würde ich mich nicht an Verkehrsregeln halten. Cool, 1 Minute und dafür wieder mal ein Vorurteil bestätigt...

Radfahren is super

Nachdem das Sommerloch ja mit Themen gefüllt werden will und wir ja nicht ausschließlich über das Nicht-Vorhandensein von Olympia Medaillen für Österreich reden können hat sich also das Fahrrad wieder einmal in den Mittelpunkt gedrängt. Oder es wurde in den Mittelpunkt gedrängt. Wie auch immer - wir reden drüber, und das is ja gut so.

Als bekennender Radfahrer, passionierter Autofahrer und Monatskartenbesitzer der Wiener Linien (und im Falle von Alkoholkonsum bzw. Schönwetter auch Fussgänger) kenne ich zumindest einen Großteil der Probleme die es für die einzelnen "Parteien" auf den Straßen gibt.

Wenn ich Auto/Radfahrer oder Fußgänger bin:
  • Stören mich Radfahrer, weil die fahren bei rot, haben kein Licht, schneiden rein, telefonieren beim fahren, geben keine Handzeichen und fahren teilweise wie die Idioten
  • Stören mich die Fußgänger, weil die schaun nicht, gehen bei rot, telefonieren beim gehen und kriegen nix mit und verhalten sich teilweise wie die Idioten
  • Stören mich die anderen Autofahrer, weil die fahren bei rot, telefonieren, schneiden rein, geben keinen Blinker und fahren teilweise wie die Idioten
Also so unterschiedlich sind die einzelnen Gruppen gar nicht, aber doch haben sie alle unterschiedliche Rechte und Pflichten, oder zumindest werden sie unterschiedlich geahndet. Weil einen Radfahrer der etwas falsch macht dawischt man schwieriger als einen Fußgänger, oder auch einen Autofahrer (Der hat ja ein Taferl mit Nummer). Also: Geben wir doch den Radfahrern auch eins! Wieso nicht? Ganz einfach, weil dann keiner mehr mit dem Rad fährt weil es zu kompliziert is. (Welches Nummerntaferl kriegen Citybikes? Welches Nummerntaferl kriegt das Radl mit den Stützen von meiner 5-jährigen Nichte? Und welches Taferl kriegen die Nicht-Wiener, wenn sie die Stadtgrenzen überschreiten? Ein blaues Überstellungskennzeichen??) Und das schreckt ab und dann sind alle die die bisher mit dem Rad gefahren sind im Auto auf der Straße und wir können gleich aufhören Musik zu senden und spielen nur mehr Verkehrsfunk.

Einfachste Lösung?

Sich einfach an das halten was für alle sinnvoll is! Die StVo. Hat schon einen Grund warums die gibt. Also alle Autofahrer: Blinken, nicht bei gelb oder rot fahren, zum telefonieren Freisprecheinrichtung verwenden, nicht alkoholisiert fahren und Rücksicht nehmen! Alle Radfahrer: Handzeichen geben, nicht bei gelb oder rot fahren, zum telefonieren Freisprecheinrichtung verwenden, nicht alkoholisiert fahren und Rücksicht nehmen! Alle Fußgänger: Nicht bei rot über die Kreuzung gehen und sonst...aufpassen! Sonst kriegts ihr auch noch einmal ein Nummerntaferl!

Like a Boss - NOT

Es gibt Tage an denen man sich am liebsten in den Allerwertesten beißt. Heute is so einer. Freitag der 13. noch dazu...ich bin schon ziemlich ungschickt, blöd und vor allem selber schuld dass ich gestern nicht am Springsteen Konzert war...aber mit ein bissl Glück kommt er ja wieder...irgendwann...oder so...bis dahin schau ich mir einfach - grün vor Neid - die Videos von gestern Abend an...so wie das da...ab Minute 5:00! Gänsehaut!

Mopedautos...wieso???

Eines vorab: es geht hier nicht darum zu sagen dass ältere Verkehrsteilnehmer nicht mehr autofahren sollen. Ganz egal wer nicht, oder eben nicht mehr verkehrstauglich ist sollte freiwillig auf die aktive, motorisierte Teilnahme am Straßenverkehr verzichten. Und tut er das nicht, sollte ihm aber auch kein Schlupfloch a la Mopedauto geboten werden.

DAS hab ich letztes Wochenende vor mir entdeckt...so langsam unterwegs dass ich sogar gefahrlos die Möglichkeit hatte ein Foto zu machen...unglaublich...

Auto

Was denkt Ihr Euch beim Anblick eines solchen Fahrzeugs??

Glauben wir dem im Normalfall sehr verlässlichen Kuratorium für Verkehrssicherheit ist so ein Microcar tatsächlich ein Schlupfloch für Alko Lenker, denen im normalen PKW der Führerschein entzogen wurde.

"Auf Grund der Unfallzahlen vermutet das Kuratorium, dass Mopedautos gern als „Ausweichmöglichkeit“ genutzt werden, wenn der Führerschein wegen Alkohol am Steuer entzogen wurde: Der Anteil von Alkoholunfällen ist bei Mopedautos doppelt so hoch wie bei Pkw und 3,5 Mal höher als bei Mopeds und Motorrädern, so das Kuratorium.

Beinahe 37 Prozent aller Mopedautounfälle gehen auf Vorrangmissachtungen zurück. Daraus schließt das KfV auf Unkenntnis der Verkehrsregeln und Überforderung in komplexen Situationen. Weitere knapp 22 Prozent der Unfälle passieren durch Unachtsamkeit und Tagträumerei. Die Geschwindigkeit anderer Fahrzeuge wird von Mopedautolenkern oft falsch eingeschätzt, was für weitere 19 Prozent der Unfälle verantwortlich ist. Bei jedem zehnten Unfall spielten medizinische Ursachen, vor allem Sehschwächen und Kreislaufprobleme, eine Rolle."
(Quelle: www.kfv.at)

Sind die alle deppat?

Was is da momentan los in Wien auf den Straßen???

Nicht nur dass mir am Wochenende irgendein bildungsresistenter Hirni meine Heckscheibe eingeschlagen hat und die Reifen aufgestochen...NEIN...es geht noch besser...

1. Ein Lenker sticht den anderen nieder weil er ihn angehupt hat - auf offener Straße in Wien

2. Und erst vor wenigen Stunden auf der Raxstraße geht ein Lenker auf den anderen mit einer Axt los. Sie waren sich wegen Vorrangregeln nicht einig...

Geht's noch?? Was is da los??

Wie soll ein Rapid-Tor klingen?

Diesmal ein Blogbeitrag in grün-weißer Sache. Aber ich mach ja kein Geheimnis draus dass mir das ein Anliegen is :-)

Wie schon vor gut 2 Jahren sucht meine Lieblingsmannschaft der SK Rapid eine neue Torhymne. Zugegeben, es wird auch Zeit. Die "Wir sind Rapid" die sich bei der letzten Wahl durchgesetzt hat war - nennen wir es mal so - nicht ganz soooo otpimal. Warum lassen wir jetzt mal dahingestellt, aber es gibt wuchtigere, coolere und bessere Hymnen für ein grün-weißes Erfolgserlebnis.
Das hat sich wohl auch Rapid gedacht und hat jetzt erneut aufgerufen, eine neue Torhymne zu wählen. Über 130 unterschiedliche Songs sind von den Fans vorgeschlagen worden und mittlerweile haben es 6 Vorschläge in die Endauswahl geschafft. Hier kann (leider nur für Abonnenten - warum weiss ich nicht) abgestimmt werden.

Ich hab Euch auch nochmal die 6 Stücke hier zusammengefasst, bei mir dürfen alle ihren Senf dazu geben :-)
  1. Die alte Hymne The-white-stripes-7-nation-army (mp3, 254 KB)
  2. Die Party Hymne Scooter-Maria-Maria- (mp3, 299 KB)
  3. A bissl was härteres zum grölen Pennywise-Bro-Hymn (mp3, 284 KB)
  4. Was aus Wien Falco-Maenner-des-Westens (mp3, 283 KB)
  5. Da fehlt mir ein bissl die Gröl-Möglichkeit Avicii-Levels (mp3, 486 KB)
  6. DIE Hymne aus dem Dart-Sport und BTW auch Tormusik von Bayer Leverkusen Planet-Funk-Chase-the-sun (mp3, 458 KB)
Was darfs sein?? Einer der 6, oder ganz was anderes??

Was darf, und was muss ich?

Einige von Euch werden es wahrscheinlich schon mitbekommen haben: Wien sucht eine neue Hausordnung. Genannt, die "Wiener Charta". Also so was wie eine freiwillige Selbstverpflichtung wie wir uns alle in dieser Stadt verhalten wollen und sollen, damit ein harmonisches Zusammenleben funktioniert. Eigentlich fast schade dass es so etwas braucht - ich schätze uns alle eigentlich so ein, dass wir wissen was richtig und was falsch ist, aber offenbar gibts da noch Verbesserungspotenzial.

Bis inkl. 1. April können Vorschläge abgegeben werden, WAS in dieser Hausordnung drinnen stehen soll. Von uns allen. Zum Beispiel ganz simpel über die Kommentarfunktion dieses Artikels. Ich gebe Eure Vorschläge dann gerne weiter!

Die Themenbereiche dieser Charta sind noch nicht fix, sondern entstehen erst nach den Einsendungen, also haben wir komplett freie Hand. Ich hab mir mal ein bissl Gedanken gemacht, was ich so im Alltag mitbekommen habe und meiner Meinung nach verbesserungswürdig ist. Stelle natürlich keinen Anspruch auf Vollständigkeit...eh kloa!

  • Mist, Dreck, Sperrmüll, etc...in dieser Stadt gibt es zigtausende Mistkübel, hunderte Hundstrümmerl-Sackerl und etliche Mistplätze. Trotzdem stehen auf den Straßen irgendwelche Kühlschränke oder Waschmaschinen herum, trotzdem sind die Gehsteige mit Hundsdreck zugepflastert und trotzdem stehen an jeder zweiten Ecke irgendwelche Einkaufswagerln herum. Das muss nicht sein! Grund: Faulheit!
  • Verkehrsteilnehmer jeglicher Art...nachdem ich sowohl Radfahrer, Autofahrer als auch Fußgänger bin glaube ich zumindest die Grundsätze der Problematik zwischen diesen 3 Parteien verstanden zu haben. Und alle Probleme die es hier gibt sind durch 2 Regeln lösbar. Halte Dich an die Verkehrsregeln und nimm Rücksicht!
  • Österreicher VS neue Österreicher...wo Kulturen aufeinandertreffen gibt es Unterschiede. Unterschiede im Verhalten, in Religion, im Einkommen, bei der Sprache, etc...überall...aber es kann funktionieren wenn jeder die Eigenheiten des Anderen respektiert und eine Integration anstrebt und keine Assimilation. Also das Fremde ins Eigene zu integrieren, also Anpassungen auf beiden Seiten.
Diese Liste könnte ich jetzt unendlich fortführen, aber ich bin ja viel eher auf Eure Ideen gespannt! Also bitte: Kommentieren!!!

MEIN Wien - MEIN Parkplatz

Eigentlich ja recht witzig dass die Ausweitung des Parkpickerls bereits im Herbst 2010 angekündigt wurde, aber sich erst jetzt jeder aufregt dass es kommt, wo es kommt und wie es kommt. Aber okay - ein "Warum???" als Frage zu stellen is ohnehin sinnlos, das wird in dieser Stadt selten bis gar nicht beantwortet.

Ich finde das Parkpickerl okay. Ich wohne jetzt seit 10 Jahren in einem Parkpickerlbezirk, in Margareten. Ein Bezirk der - wie viele andere auch - mit mehr Autos als Parkplätzen ausgestattet ist. ABER ich finde trotzdem immer einen. Es gibt zwar Zeitpunkte wo es schwieriger ist - zum Beispiel Sonntag Abend, oder einfach spät nachts - aber im Regelfall ist es wirklich kein Problem.
Nicht weit von meiner Wohnung ist mit dem Pickerl Schluss und es beginnt der 10. Bezirk. Eine Gegend, in der Parkplätze rund um die Uhr Mangelware sind. Warum? Na logisch: Wer sich im angrenzenden 4. oder 5. Bezirk kein Pickerl leisten will, stellt sein Auto einfach dort ab. Und wer aus dem Süden nach Wien pendelt, tut das ebenfalls. Wie ist das zu lösen?

  • Vorschlag von der FPÖ: Ein Parkpickerl für ganz Wien für alle Wiener. Der Rest muss zahlen oder lässt sein Auto außerhalb der Stadt stehen
  • Vorschlag der Stadtregierung: Ausweitung des Parkpickerls auf die Zonen, wo es sinnvoll ist. Bezirke entscheiden selbst.
Natürlich wäre der FPÖ Vorschlag simpler und für alle leichter zu verstehen. Aber warum sollen die zahlen, die ohnehin immer einen Parkplatz vor der Tür haben? Stadtrand, etc...
Der Stadtregierungsvorschlag ist kompliziert, jedoch wahrscheinlich fairer weil er Rücksicht auf die lokalen Gegebenheiten und die Parkplatzauslastung nimmt.

Was is gscheiter?

Ab ins Winkerl!

1. Klasse Volksschule, Jahrgang 1989 - da gabs bei mir so was wie Winkerlstehen nicht (mehr) bzw. auch das Rohrstaberl hab ich nie gesehn. Aber meine Strafen hab ich vor allem in der Unterstufe im Laaerberggymnasium auch abgebüßt, auf verschiedenste Arten:

  • Zapfenrechnen!!! Da kann man sich lang beschäftigen...
  • Bücher einbinden in der Bibliothek
  • Zum Direktor gehen und mich schimpfen lassen
  • Vorladungen der Eltern zum Sprechtag oder in die Sprechstunde
  • Zusatzhausübungen
Wie war das bei Euch? Oder vielleicht von Euren Kindern berichtet, was gibts denn da heute noch für Strafen?

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