Perchten - Dunkelsteiner Pass

Am Tag vor Nikolaus besucht die Perchtengruppe "Dunkelsteiner Pass" aus dem Gebiet Hafnerbach unser Studio.
Während der Nikolaus die braven Kinder beschenkt, werden die unartigen vom Krampus bestraft. In der Funktion ähnelt er daher dem Knecht Ruprecht. Der Name leitet sich von mittelhochdeutschen "Kralle" oder bairisch "Krampn", etwas Lebloses, Vertrocknetes, Verblühtes oder Verdorrtes ab.
Perchten sind im alpenländischen Brauchtum vorkommende Gestalten. Sie treten vor allem in den sogenannten Rauhnächten auf, am 6. Dezember, zu Wintersonnwend am 22. Dezember und vor Dreikönig am 6. Jänner. Vermutlich leitet sich der Name von der weiblichen Sagengestalt der Frau Perchta ab. Das Wort "percht" kommt vom althochdeutsch "Peraht/beraht" und bedeutet strahlend, glänzend.
Unterscheidungen:
- Schönperchten: vielseitig an Aussehen und Bedeutung, meist prachtvoll mit Schmuck und Spiegeln verziert, Der Tanz der Schönperchten verheißt reichen Erntesegen, Fruchtbarkeit, Glück und Gesundheit
- Schiachperchten: furchterregende Kreaturen mit Zottelpelzen und geschnitzten Holzmasken mit mehreren Hörnerpaaren, Verkörperung des Bösen und dem Ungebändigten
- Krampus: bärtige und vermummte Begleiter des heiligen Nikolaus, trägt eine dunkle oder rote Maske mit 2 Hörnern und einer furchterregenden Fratze, er hat eine Rute, eine Kette oder eine Peitsche aus Haaren
Wichtiges Utensil der Perchten ist die Glocke, mit der der Winter bzw. die bösen Geister des Winters ausgetrieben werden sollen. Der Besuch von Perchten wird bisweilen im Volksmund als glücksbringendes Omen hochgehalten.
Drei Mitglieder der Perchtengruppe "Dunkelsteiner Pass" ohne Verkleidung:
Hier kann das Interview mit den drei Perchten noch einmal nachgehört werden.












